
Gemeinsame Gesellschaft von Land Nordrhein-Westfalen und RWE Power AG schließt Konsensvereinbarung mit Stadt Grevenbroich ab – Entwicklung eines Strukturkonzepts für die Zeit nach der bergbaulichen Nutzung
Ein Areal zwischen künftigem Garzweiler See und dem ehemaligen Kraftwerkstandort Frimmersdorf wird zum Planungsraum: Die Stadt Grevenbroich und die Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW), eine Gesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der RWE Power AG, wollen gemeinsam ein Strukturkonzept für die 175 Hektar große Fläche der Tagesanlagen und Verwaltung des Tagebaus Garzweiler entwickeln. Bürgermeister Klaus Krützen und die PSW-Geschäftsführer Henk Brockmeyer und Erik Schöddert unterzeichneten am 6. Oktober 2026 im Rahmen der Expo Real 2026 in München eine entsprechende Konsensvereinbarung. In den kommenden Jahren werden Expertinnen und Experten der Stadt und der PSW die planerischen Grundlagen erarbeiten, um Optionen für die Zeit nach dem Bergbau und der abschließenden Rekultivierung zu prüfen sowie Perspektiven für künftige Beschäftigung und Wertschöpfung aufzuzeigen.
Landesunterstützung schon vor dem ersten Spatenstich
Das rund 175 Hektar große Areal verbindet die Rekultivierungsfläche in Nachbarschaft des künftigen Tagebausees mit dem Kraftwerksstandort Frimmersdorf. Im Braunkohleplan Garzweiler II ist es als Entwicklungsfläche ausgewiesen. Derzeit befinden sich dort Verwaltung, Tagesanlagen, Werkstätten und Lager des Tagebaubetriebs. Ein Teil der Fläche gehört der Stadt Grevenbroich.
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Prozess bereits in einer frühen Phase: bei der Analyse der Flächen, bei der Koordination eines Werkstattverfahrens zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, RWE, der Stadt Grevenbroich und den lokalen politischen Akteuren sowie später bei der Rahmenplanung und den Machbarkeitsstudien.
Klaus Krützen, Bürgermeister der Stadt Grevenbroich: „Jahrzehntelang hat die Braunkohle Grevenbroich geprägt. Mit der Entwicklung dieser 175 Hektar großen Fläche gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Transformation unserer Stadt für die Zeit nach dem Kohleausstieg. Das Areal bietet große Chancen, neue Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze nach Grevenbroich zu holen und damit Perspektiven für kommende Generationen zu schaffen.“
Henk Brockmeyer und Erik Schöddert, Geschäftsführer der PSW, erklären: „Als gemeinsame Gesellschaft von Land und RWE Power bringen wir die planerische und technische Expertise ein und stimmen alle Planungen frühzeitig aufeinander ab, so dass gemeinsam mit den kommunalen Vertretern vor Ort für die Zeit nach der betrieblichen Nutzung neue Perspektiven lange vor der geplanten Umnutzung entwickelt werden können.“
Auf die nun folgende Konzeptphase folgt ein mehrstufiges Werkstattverfahren von PSW und Stadt Grevenbroich, bevor mit der Erstellung des Strukturkonzeptes die Umsetzungsphase der Standortqualifizierung beginnt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die kommunale Bauleitplanung und konkretisieren den Entwicklungsfahrplan für das Gesamtareal.
Die Stadt Grevenbroich mit Verwaltung und Stadtrat sowie die Bürgerinnen und Bürger werden kontinuierlich beteiligt. Ebenfalls eingebunden sind der Rhein-Kreis Neuss und die LANDFOLGE Garzweiler.
Kontakt
Simon Lorenz
Pressesprecher
RWE Power AG
i.A. der PSW GmbH
Telefon +49 201 5179 8448
Email simon.lorenz@rwe.com
Aurélia Ölbey
Presse und Kommunikation
NRW.URBAN i.A. der PSW GmbH
Telefon+49 211 54238 218