Nach­haltige Nach­nutzung von Power-Stand­orten

Das Land Nordrhein-Westfalen und die RWE Power AG haben die gemeinsame Gesellschaft „Perspektive.Struktur.Wandel“ gegründet, die sich der Nachnutzung ausgewählter, komplexer RWE-Standorte widmen wird. Ihr Ziel ist es, in ganz enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kommunen attraktive Nachnutzungsperspektiven für Standorte zu erarbeiten.

Projektnews

10. Mai 2022

Kreisstadt und PSW: Bauflächen am Kraftwerk Niederaußem entwickeln

30. März 2022

Gemeinde Niederzier und PSW GmbH wollen Hambacher Tagesanlagen entwickeln

23. März 2022

Kommunen und PSW GmbH wollen Flächen des Kraftwerks Neurath entwickeln

Standorte

Bei den Standorten geht es zum Beispiel um das Neurather Kraftwerksgelände, die frühere Baustellen-Einrichtungsfläche am Kraftwerk Niederaußem und die sogenannten Tagesanlagen des Tagebaus Hambach mit ihren Verwaltungs-, Sozial- und Werkstattgebäuden sowie Lagerflächen. Diese großen Standorte sind hervorragend an die Infrastruktur angebunden und sehr geeignet für gewerbliche und industrielle Nachnutzungen oder gemischt genutzte Gebiete. Als Konversionsstandorte helfen sie, weitere großflächige Flächenversiegelungen in der Region zu vermeiden. Hier soll der Strukturwandel insbesondere mit der Ansiedlung neuer Arbeitsplätze Fahrt aufnehmen.

Hambach

Der rund 130 Hektar große Standort gliedert sich in zwei Teilflächen. Etwa 100 Hektar nehmen die Tagesanlagen mit einem Kohlebunker inkl. Bahnverladung ein, auf den weiteren, auch topografisch abgetrennten Flächen befinden sich Betriebsgebäude, Büros, Lagerhallen und Werkstätten. Eine gute Verkehrsanbindung sowie die zukünftige direkte Lage am Restsee Hambach stellen wichtige Alleinstellungsmerkmale für die Folgenutzung dar.

Niederaußem

Der ursprünglich für die bauliche Erweiterung des Braunkohlekraftwerks vorgesehene 40 Hektar große Fläche (BoAplus) sowie eine kleine, denkmalgeschützte Hofstelle grenzen direkt an das Kraftwerk Niederaußem. Ihr besonderes Potenzial entfalten sie in der Gesamtbetrachtung mit den potenziellen Erweiterungsflächen und dem zukünftig nicht mehr betriebsnotwendigen Kraftwerk, wenn es um die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen geht.

Neurath

Der Standort des Kraftwerks Neurath wird zeitlich gestaffelt für eine Nachnutzung verfügbar. Zunächst werden eine rund 32 Hektar große Teilfläche neben den beiden neueren Kraftwerksblöcken (BoA) sowie eine rund 25 Hektar große ehemalige Lagerfläche südwestlich des alten Kraftwerksteils betrachtet, weitere 50 Hektar kommen schrittweise in Abhängigkeit der Abschaltungen der einzelnen Blöcke bis 2038 für eine neue Entwicklung in Betracht. Durch eine gute Verkehrsanbindung verfügt der Standort über eine gute Perspektive zur Ansiedlung von neuen Arbeitsplätzen.

Nachhaltige Rahmen­entwicklung

Die GmbH hat ihren Sitz im RWE-Tagungszentrum Schloss Paffendorf in Bergheim. Sie soll planerisch umfangreiche Flächenentwicklungen in Abstimmung mit der jeweiligen Kommune vorantreiben und deren Umsetzung vorbereiten. Dabei wird sie die unterschiedlichen Interessen bezüglich der Nachnutzungen ausgleichen. Die komplexen Flächen erfordern besondere Prozesse und Entscheidungswege, eine umfangreiche Bestandsaufnahme, eine Qualifizierung durch Gutachten sowie vielfältige Beteiligungsverfahren. Gemeinsam und auf Augenhöhe mit den Verwaltungen, mit der RWE sowie auch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sollen für die Standorte tragfähige Lösungen und Perspektiven entstehen.