Willkommen in der Zukunft:
Neues Leben in den fünf Dörfern in Erkelenz
Die Erkelenzer Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath schreiben Geschichte: Die umsiedlungsbedingt größtenteils leergezogenen Dörfer werden revitalisiert und zu Dörfern voller Lebensqualität entwickelt.
Neues Zuhause für alte Heimat: Wenn die ersten Wohngebäude gekauft werden und damit auch wieder mehr Leben in die Dörfer ziehen kann, ist der nächste wichtige Meilenstein für die Wiederbelebung der fünf Erkelenzer Dörfer erreicht. Mit viel positiver Energie werden aus den ehemaligen Braunkohle-Dörfern Zukunftsdörfer.
Ina Scharrenbach –
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW
Unsere Vision für …
Der Verkauf der ersten Anwesen ist ein wichtiger Schritt in der Zukunftsgestaltung auf Basis unseres städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Ich freue mich auf alle Menschen, die gemeinsam mit uns die Identität und Zukunft der Ortschaften mitgestalten.
Stephan Muckel –
Bürgermeister der Stadt Erkelenz
Erste Immobilien verfügbar
Die Stadt Erkelenz macht ihre fünf Dörfer Hand in Hand mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der (Noch-)Eigentümerin RWE Power fit für die Zukunft: unterstützt durch die Landesgesellschaft Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW). Das beschlossene Entwicklungskonzept bildet die Grundlage dafür, wie durch neue Impulse eine hohe Lebensqualität entstehen kann, mit lebendigen Ortskernen und neuen Chancen für Wohnen und Arbeiten. Es geht um gute Infrastruktur, attraktive Treffpunkte, mehr Grün und eine nachhaltige Entwicklung, damit die Dörfer weiterhin Orte zum Wohlfühlen sind.
Hier finden Sie Informationen der RWE zum Liegenschaftsmodell zur Revitalisierung der Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath im Stadtgebiet Erkelenz.
Weiterführende Informationen der Stadt Erkelenz finden Sie hier.
Fokus auf die fünf Dörfer — Ideen Realität werden lassen
Lebendige Ortsmitte Keyenberg
Das künftige Zentrum Keyenbergs umfasst den Marktplatz, den Kirchplatz vor dem Portal der Heilig-Kreuz-Kirche, die historische Schule sowie den Freiraum entlang des Keyenberger Fließes westlich der Ortsmitte. Die Konzepte setzen auf den Erhalt ortsbildprägender Bauten, die Ergänzung durch Neubauten und stärken die lokale Versorgung. Auch der Zweckverband Landfolge Garzweiler gestaltet den Wandel mit und plant, zwei bestehende Gebäude – einen alten Bauernhof und das ehemalige Küsterhaus – zu erwerben, zu Atelier- und Werkstatthäusern umzubauen und langfristig eine Kunstkolonie zu etablieren. Insgesamt soll eine kompakte, identitätsstiftende Dorfmitte entstehen, die Wohnen, Begegnung, soziale Infrastruktur und kleinteilige Dienstleistungen zusammenführt. Für die weitere Konkretisierung plant die Stadt Erkelenz, gemeinsam mit der Landesgesellschaft Starke Projekte GmbH (SP) einen Wettbewerb auszuschreiben.
„Am Glockensprung“ in Keyenberg: Wohnen für alle Generationen
Der Bereich Glockensprung in Keyenberg bietet aufgrund seiner zentralen Lage im Ort und seiner bislang wenig optimalen Struktur die größten Potenziale für eine städtebauliche Neustrukturierung. Das Entwicklungskonzept setzt daher auf eine Neuordnung am Übergang zwischen Ortskern und landschaftlichem Freiraum. Eine neue Erschließung kann die künftige Kindertagesstätte mit neu zu entwickelnden Wohn- und Grünflächen verbinden. Der nördlich gelegene Vierkanthof kann als Veranstaltungsstätte umgenutzt werden. Südlich davon sind Neubauten möglich, die sich insbesondere für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen eignen. Die zentrale Lage mit ihren Versorgungsmöglichkeiten sowie ihrem Potenzial für Kultur, Freizeit, Bildung und Jugend schafft einen attraktiven Ort für alle Generationen.
Einladender Ortseingang für den Wohnstandort Unterwestrich
Mit seiner zentralen Lage zwischen den fünf Dörfern eignet sich der Ortseingang von Unterwestrich zum Beispiel für ein öffentliches Gebäude. Weniger einladende, nicht-historische Bauten südlich der Straße „Unterwestrich“ können einem Neubau weichen, der den Ortseingang markiert und mit seiner Architektur einen Mehrwert für das Erscheinungsbild Unterwestrichs schafft. Der gegenüberliegende Bestand kann durch die Wiederaufnahme seiner früheren Nutzung als Gastronomie belebt werden. Geplant ist zudem, den Ortseingang verkehrsberuhigt und durch zusätzliche Grünflächen klimagerecht zu gestalten.
Kultur und Gemeinschaft in der Ortsmitte Kuckum
Die künftige Ortsmitte in Kuckum entfaltet sich rund um die Kirche, die alte Senffabrik sowie die angrenzende historische Schule. Idee ist die ehemalige Schule sowie die Senffabrik zum Beispiel für Ateliers und kulturelle Zwecke umzunutzen. Nördlich der Kapelle sollen ein neuer Spielplatz und Sportgeräte in geschütztem Rahmen die Ortsmitte beleben. In diesem Zusammenhang soll zukünftig ein einer, lebendiger Dorfplatz als Ort der Begegnung entstehen. Die Kapelle kann als multifunktionaler Raum für Kultur, Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden.
Vierkanthöfe als Herzstück in Oberwestrich
In Oberwestrich prägen Vierkanthöfe das Dorfbild und können künftig für Wohnen, Arbeiten oder kleinteiliges Gewerbe genutzt werden. Neue Wege, Grünstrukturen und eine gezielte Nutzungsmischung können ein belebtes Dorfleben fördern. Darüber hinaus können Neubauten die bestehende Struktur sinnvoll ergänzen. Die Nähe zur zukünftigen Seelandschaft eröffnet langfristig zusätzliche Möglichkeiten für Freizeit, Tourismus und ruhige Sondernutzungen.
Kirche im Dorf: Berveraths neue Ortsmitte
Die historische Ortsmitte Berverath birgt die Chance, die Kapelle St. Josef sowie die angrenzenden Hofstrukturen räumlich stärker einzubinden und den umgebenden, großzügigen, öffentlichen Raum aufzuwerten. Landwirtschaftliche Nutzungen mit Hofläden für lokale Produkte, aber auch zentrales Wohnen im Grünen lassen ein attraktives Bild der Zukunft entstehen.
Zum Hintergrund
Der vorgezogene Kohleausstieg im Rheinischen Revier bis 2030 hat in Erkelenz eine einzigartige Chance geschaffen: Die Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath sowie umgebende Flächen bleiben erhalten und werden nicht mehr bergbaulich in Anspruch genommen. Nach Jahren im Vorfeld des Tagebaus stehen diese Orte nun vor der Herausforderung, neugestaltet und belebt zu werden. Hierauf haben sich der Bund, das Land NRW und die RWE AG in einer politischen Verständigung vom 04. Oktober 2022 geeinigt. Ein Großteil der Bevölkerung war zu diesem Zeitpunkt bereits umgesiedelt, die bestehende Infrastruktur ist teils veraltet, die Gebäude stehen teils leer. Die Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW) koordiniert die Umsetzung der politischen Vereinbarung und unterstützt die Stadt Erkelenz sowie die Tagebauumfeldinitiative für den Tagebau Garzweiler II, den Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten in den Dörfern.