Willkommen in der Zukunft:
Neues Leben in den fünf Dörfern in Erkelenz
Die fünf Erkelenzer Dörfer Alt-Keyenberg, Alt-Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Alt-Berverath haben eine klare Perspektive. Mit dem politisch vereinbarten und vorgezogenen Kohleausstieg bis 2030 ist die Zukunft aller Orte gesichert. Das schafft langfristige Planungssicherheit für öffentliche und private Investitionen und Raum für Mitgestaltende, die diesen Prozess aktiv prägen wollen.
Neues Zuhause für alte Heimat: Wenn die ersten Wohngebäude gekauft werden und damit auch wieder mehr Leben in die Dörfer ziehen kann, ist der nächste wichtige Meilenstein für die Wiederbelebung der fünf Erkelenzer Dörfer erreicht. Mit viel positiver Energie werden aus den ehemaligen Braunkohle-Dörfern Zukunftsdörfer.
Ina Scharrenbach –
Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW
Unsere Ambitionen für …
Der Verkauf der ersten Anwesen ist ein wichtiger Schritt in der Zukunftsgestaltung auf Basis unseres städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Ich freue mich auf alle Menschen, die gemeinsam mit uns die Identität und Zukunft der Ortschaften mitgestalten.
Stephan Muckel –
Bürgermeister der Stadt Erkelenz
Erste Immobilien verfügbar
Die Stadt Erkelenz macht ihre fünf Dörfer Hand in Hand mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der (Noch-)Eigentümerin RWE Power fit für die Zukunft: unterstützt durch die Landesgesellschaft Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW). Das beschlossene Entwicklungskonzept bildet die Grundlage dafür, wie durch neue Impulse eine hohe Lebensqualität entstehen kann, mit lebendigen Ortskernen und neuen Chancen für Wohnen und Arbeiten. Es geht um gute Infrastruktur, attraktive Treffpunkte, mehr Grün und eine nachhaltige Entwicklung, damit die Dörfer weiterhin Orte zum Wohlfühlen sind.
Fokus auf die fünf Dörfer — Ideen Realität werden lassen
Alt-Keyenberg: Neue Mitte für Kultur, Bildung und Begegnung
Alt-Keyenberg ist das größte der fünf Erkelenzer Dörfer und übernimmt damit eine zentrale Funktion als Versorgungspunkt innerhalb des Entwicklungsraumes. Die Ortsmitte wird als lebendiger, offener Raum für Begegnung, Kultur, Lernen und gemeinsames Miteinander gestaltet.
Im Mittelpunkt der Entwicklung steht die neue Ortsmitte mit dem Marktplatz, dem Kirchplatz vor der profanierten Heilig-Kreuz-Kirche, der historischen Schule sowie den grünen Freiräumen entlang des Keyenberger Fließes. Durch die Bündelung unterschiedlicher Nutzungen aus Versorgung, Kultur und Wohnen sowie neu gestalteter öffentlicher Plätze entsteht eine kompakte Dorfmitte mit kurzen Wegen und klarem Profil.
INFO
Die Stadt Erkelenz bereitet mit Unterstützung des Landes einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb vor, um die Ortsmitte gestalterisch und funktional weiter zu konkretisieren.
- Kita: Die ehemalige Kita wird als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft zwischengenutzt. Eine Reaktivierung der Kita ist mit einer ersten Gruppe vorgesehen; die vollständige Wiederaufnahme des Betriebs erfolgt nach festgestelltem Bedarf.
- Grundschule: Für die Grundschule ist ein Umbau sowie eine energetische Sanierung geplant. Ergänzend wird das Mobilitätsangebot, etwa durch Schulbuslösungen, verbessert.
- Kulturelle Nachnutzung: Für das ehemalige Pfarrheim ist ein Ersatzbau zur Ergänzung der Nutzung der profanierten Kirche vorgesehen. Eine Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage für die Entwicklung eines neuen voraussichtlich kulturellen Angebotes. In unmittelbarer Nachbarschaft realisiert der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler in einer bestehenden Hofstruktur ein Kunst- und Kulturprojekt.
- Sportplatz nördlich von Alt-Keyenberg: Der Sportplatz nördlich von Alt-Keyenberg soll bei festgestelltem Bedarf saniert werden.
„Am Glockensprung“ in Keyenberg: Wohnen für alle Generationen
Der Bereich Glockensprung ist einer der attraktivsten Entwicklungsstandorte der fünf Dörfer: ortskernnah, ruhig gelegen und mit konkretem Potenzial für städtebauliche Neuordnung und Nachverdichtung.
Der Rückbau maroder Gebäude kann Platz für neuen Wohnraum und attraktive Aufenthaltsräume in zentraler Lage schaffen – mit kurzen Wegen zu sozialen und kulturellen Einrichtungen. Für Investoren bietet der Standort die Möglichkeit, eigene Ansätze für Wohnprojekte unterschiedlicher Zielgruppen einzubringen.
INFO
Geförderter Wohnungsbau: Vorgesehen ist die Entwicklung neuer bezahlbarer und altersgerechter Mietwohnungen.
- Senioren- und gemeinschaftliches Wohnen: Möglich ist ein Modellvorhaben, das seniorengerechtes Wohnen mit gemeinschaftlichen Elementen verbindet. Private Investorinnen und Investoren haben die Möglichkeit, dieses Konzept aktiv zu gestalten.
- Lokale Versorgung: Mit dem erwarteten Bevölkerungszuwachs soll die Nahversorgung im Ort gestärkt werden. Neben klassischen Betreiberstrukturen werden auch alternative Modelle, etwa genossenschaftliche oder mobile Angebote, geprüft.
Unterwestrich: Grüner Ortseingang und dörfliches Zentrum
Unterwestrich liegt zentral zwischen Alt-Kuckum, Alt-Keyenberg, Alt-Berverath und Oberwestrich – und unmittelbar an der Niers, die als Naherholungsgebiet Teil der angrenzenden Wohnumgebung ist.
Der Ort eignet sich damit besonders für Wohnnutzungen – dabei können Investoren im Bestand und punktuell im Neubau auch neuartige, zeitgemäße Wohnkonzepte umsetzen.
Der östliche Ortseingang ist derzeit durch baulich und gestalterisch wenig prägende Strukturen gekennzeichnet, diese Bereiche bieten Potenzial für eine Neuordnung. Einzelne Bestandsgebäude sollen zurückgebaut werden, um neuen Entwicklungen Platz zu bereiten und neue bauliche Akzente zu setzen.
Alt-Kuckum: Wohnen an der Niers und lebendige Dorfmitte
Alt-Kuckum liegt in Nachbarschaft zur Niers und profitiert von deren Naherholungsqualitäten als Teil der unmittelbaren Wohnumgebung. Der Bereich an der Kirche und an der historischen Schule bildet den Ausgangspunkt für die weitere räumliche Entwicklung und prägt das Ensemble im Ortskern. Ergänzt wird dies durch markante Hofstrukturen, die als Standortfaktor für die Entwicklung des Ortes wirken. Diese Strukturen bilden die Grundlage für eine funktional und räumlich gefasste, lebendige Dorfmitte.
Die profanierte Kirche kann sich zu einem multifunktionalen Raum für Kultur, Veranstaltungen und Ausstellungen entwickeln, so wird sie zu einem lebendigen Ankerpunkt für die weitere Dorfentwicklung. Die Planung erfolgt im Rahmen eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs. Nördlich der Kirche entsteht ein neuer Spiel- und Bewegungsbereich: ein Angebot, das an Familien und junge Menschen adressiert ist und die Dorfmitte weiter belebt.
INFO
- „Neue Mitte“: Die Umnutzung der profanierten Kirche zu einem Kultur- und Veranstaltungsraum bietet Potenzial und wird in einer Machbarkeitsstudie untersucht.
- Gastronomie und Landschaftsbezug: Die Lage des Ortsteils in den Landschaftsräumen der Jülicher Börde bietet Potenziale für freizeitbezogene Nutzungen.
Oberwestrich: Wohnen und Arbeiten im historischen Hofensemble
Oberwestrich ist ein kleiner Ort, der seit Jahrhunderten durch seine markanten Vierkanthöfe geprägt wird. Die Entwicklungsstrategie setzt auf die Weiterentwicklung und Umnutzung der bestehenden Hofanlagen, etwa für Wohnen, Arbeiten oder kleinteiliges und nicht störendes Gewerbe.
Die vorhandenen Strukturen können durch zusätzliche Gebäude ergänzt werden. Durch die Nähe zur entstehenden Seenlandschaft ergeben sich zusätzliche Perspektiven für ruhige Sondernutzungen, Freizeitangebote und sanften Tourismus.
INFO
Vierkanthöfe: Die vorhandene Bausubstanz der Hofanlagen kann künftig für Wohnen, Arbeiten oder kleinteiliges Gewerbe genutzt werden.
- Gewerbliche Nutzungen: Vorgesehen ist die Entwicklung kleinteiliger, nicht störender Gewerbestrukturen, die zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten vor Ort schaffen.
- Wohnungbau: Neubaupotenziale erschließen sich vor allem aus dem geförderten Wohnungsbau.
Alt-Berverath: Traditionelle Ortsmitte mit neuen Wohnperspektiven
Alt-Berverath verfügt über eine klar erkennbare historische Ortsmitte mit der Kapelle St. Josef und mehreren prägenden Hofstrukturen. Diese bilden die Grundlage für eine Weiterentwicklung im Bestand, die an die bestehende Struktur anknüpft und den Ort als dörflichen Mittelpunkt stärkt.
Im Fokus steht die Aufwertung des öffentlichen Raumes rund um die profanierte Kapelle. Ergänzend dazu bestehen Potenziale für neue Wohnangebote in zentraler, naturnaher Lage sowie landwirtschaftliche Nutzungen, etwa Hofläden. All das stärkt Alt-Berverath als einen authentischen, lokalen Versorgungs- und Begegnungsort.
INFO
- Kapelle St. Josef: Die profanierte Kapelle kann perspektivisch für kulturelle, gemeinschaftliche Nutzungen geöffnet werden. In einer Machbarkeitsstudie wird dafür die Grundlage erarbeitet.
- Geförderter Wohnungsbau: Die Entwicklung neuer, bezahlbarer Mietwohnungen in zentraler, ländlich geprägter Lage könnte weiter dazu beitragen, ein lebendiges Umfeld zu schaffen.
Zum Hintergrund
Die Entwicklung der fünf Erkelenzer Dörfer ist eng mit den landes- und bundespolitischen Entscheidungen zum Braunkohleabbau im Rheinischen Revier verbunden. Durch die Leitentscheidungen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen aus den Jahren 1991 und 2016 sowie den im Koalitionsvertrag verankerten Kohleausstieg bis 2030 wurde der Abbaubereich der Braunkohle schrittweise reduziert. Mit der politischen Verständigung zwischen Bund, Land Nordrhein-Westfalen und der RWE AG vom 4. Oktober 2022 zum vorgezogenen Braunkohleausstieg besteht für die Stadt Erkelenz eine langfristige Planungssicherheit. Diese bildet die Grundlage für die schrittweise Weiterentwicklung der betroffenen Orte sowie für private und öffentliche Investitionen.
Ansprechpartner
Kontakt für Interessenten:
Julia Schmitz
RWE Power AG
+49 2271 70 4331
vermarktung@rwe.com
Weitere Fragen zum Entwicklungsprozess:
Rebekka Austermann
NRW.URBAN
+49 211 54238 224
rebekka.austermann@nrw-urban.de